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IKB meldet deutlichen Ergebnisrückgang im ersten Quartal 28.09.2007
aktiencheck.de
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die angeschlagene IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 / WKN 806330) meldete am Freitag, dass ihr Ergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 deutlich zurückgegangen ist. Die Zahlen beziehen sich indes auf einen Zeitraum vor Beginn der krisenhaften Entwicklung bei der Bank.
Das Neugeschäftsvolumen im Konzern stieg um 36,7 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Zugleich wurde das Konzernkreditvolumen um 13,5 Prozent auf 42,9 Mrd. Euro ausgeweitet. Das Operative Ergebnis fiel von 54 Mio. Euro auf 18,4 Mio. Euro, was vor allem mit dem gegenüber dem Vorjahr um 37 Mio. Euro auf -43 Mio. Euro verminderten Fair-Value-Ergebnis zusammenhängt.
Der Konzernzinsüberschuss lag bei 142 Mio. Euro (Vorjahr: 143 Mio. Euro). Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erreichte 24 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge stieg um 22,9 Prozent auf 119 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss wurde mit 23 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro) ausgewiesen. Der Konzernüberschuss sank angesichts eines um 65,1 Prozent niedrigeren Steueraufwands um 66,7 Prozent auf 12 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie betrug 0,13 Euro (Vorjahr: 0,40 Euro).
Wie die Bank weiter mitteilte, stehen die vorgelegten Quartalszahlen zum 30. Juni 2007 inklusive der Vergleichszahlen unter dem einschränkenden Vorbehalt, dass der Konzernabschluss zum 31. März 2007 ohne wesentliche Fehler ist. Der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2007 sei Gegenstand einer Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung. Zur Bestandsaufnahme der Risikosituation und zur Einschätzung der Bilanzierungs- und Bewertungspraktiken der IKB sowie zu Fragestellungen des Aufsichtsrates habe man die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC) mit einer umfassenden Sonderprüfung beauftragt. Die Sonderprüfung soll im Laufe des Oktobers abgeschlossen sein.
Für das Geschäftsjahr 2007/08 wird im Konzern (nach IFRS) ein Jahresfehlbetrag von bis zu 700 Mio. Euro sowie im Einzelabschluss der AG (nach HGB) ein Jahresfehlbetrag von bis zu 450 Mio. Euro erwartet. Die Genussscheine und die stillen Einlagen werden daher voraussichtlich nachteilig betroffen sein.
Die Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2006/07 ist derzeit für das vierte Quartal 2007 vorgesehen. Sollten sich aus den erwähnten Sonderprüfungen Auswirkungen auf den Jahresabschluss bzw. Konzernabschluss der IKB zum 31. März 2007 ergeben oder andere gewichtige Gründe dafür sprechen, kann die Hauptversammlung gegebenenfalls erst im ersten Quartal des Jahres 2008 stattfinden, hieß es.
Die Aktie der IKB schloss gestern bei 13,90 Euro (+0,29 Prozent). (28.09.2007/ac/n/d)
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